Opus Dei ist ein Orden, der nach sich nach außen als katholische Organisation darstellt, die ein streng nach
christlichen Regeln geordnetes Leben anstrebt und für alte Werte antritt. Ihre Mitglieder rekrutiert sie in besonderer
Weise aus streng katholischen Familien oder aus Studentenkreisen, denen das Hauptaugenmerk gilt, da die Akademiker als
potentielle Elite gelten.
Kritisch ist vor allem die sektenähnliche Struktur zu sehen, in denen die internen Mitglieder des Opus Dei leben.
In diesem Bereich zeichnet sich Opus Dei durch ein mafioses Verhalten aus, gekennzeichnet durch eine Geheimniskrämerei, die der
"omerta" der Mafia nahekommt, durch einen ausgeprägten Klientelismus, durch eine mafiöse Lobby, durch ein
systemegoistisches Verhaltensmuster (mit dem Ziel, die Gesellschaft zu infiltrieren).
1. Numerarier- Priester
(oberste Klasse, Kleriker der Prälatur)
- geistige Befehlsgewalt
- Führungspersonal auf regionaler und internationaler Ebene
- 2 % der Opus-Dei-Mitglieder
2. Numerarier
(ordentl. Mitglieder)
- ehelose Mitglieder, die in den Zentren und Häusern des Opus Dei leben
- meist akademische Ausbildung
- Zugang zu den höchsten Positionen
3. Assoziierte
- ehelose Diözesankleriker
4. Supernumerarier
- Mitglieder, die nicht in Opus- Dei Zentren oder Institutionen leben und heiraten dürfen
- sie können allerdings keine höhere Positionen erreichen
5. Mitarbeiter
- Personen, die den Opus Dei unterstützen ohne Mitglied zu sein
Sektenähnliche Strukturen
Wichtig ist bei der Analyse von Opus Dei eine Unterscheidung zwischen Mitgliedern, die in Opus Dei-Häusern leben und
Mitgliedern, die ein völlig normales Leben in der Gesellschaft führen und in der Wirtschaft, Wissenschaft oder Politik
tätig sind.
Die Sektenstruktur bezieht sich nur auf die Mitglieder der Opus Dei-Häuser.
Die Mitglieder, die in den Opus- Zentren wohnen erwarten von der Omnipotenz des Führers eine Orientierung in ihrer
Orientierungslosigkeit und die Erlösung aus den Unsicherheiten des Lebens.
In Belgien wurde Opus Dei 1997 offiziell als sektenähnliche Organisation eingestuft, da die angewandten
Methoden einer Seelen- und Gehirnwäsche gleichkommen.
Methoden des Opus Dei
psychische Methoden zur Unterwerfung
- Kadavergehorsam
- Einhämmerung schwerer Sünden- und Schuldkomplexe (Selbstmarterung)
totalitäre Kontrolle
- Entfremdung von Eltern und sozialen Bindungen
- Abschottung untereinander (nur die Spitze weiß alles)
- Isolierung/Ghettoisierung
- streng minutiös normierter und reglementierter Alltag ohne individuelle und private Bedürfnisse : " Müßiggang ist
aller Laster Anfang "
- völlige Kontrolle und Zensur (u.a. Bücherindex)
Sexualitätsfeindlich
- Abtötung von allem Geschlechtlichen und Körperlichen (wg. der Gefahr der Fleischeslust)
sexistischer Patriarchismus
- Strikte Geschlechtertrennung
- " Frauen sind minderwertig "
- Tätigkeitsfelder für Frauen im Opus Dei: Waschen, Kochen, Putzen, Pförtner- und Telefondienste
- Begegnungen zwischen Frauen und Männern werden mit allen Mitteln verhindert
Masochistische Züchtigungen
- Erflehung der Vergebung begangener Schuld
- lustbetonte Freude am Dulden körperlicher Schmerzen, wodurch eine Identifikation mit Jesus stattfinden soll, der auch
am Kreuz gelitten hat.
"fromme Gewohnheiten" täglich:
Gebete,
2-stündiges Tragen des Bußgürtels (Metallband mit nach innen gerichteten Dornen am Oberschenkel)
wöchentlich - Beichte
- Selbstgeißelung mit einer 5-schwänzigen Peitsche
- Gewissenserforschung im großen Kreise (Selbstverleugnung, Demütigung, permanente Schuldgefühle)
starkes Elitebewußtsein
- Identifikation durch ein übersteigertes Gruppengefühl