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Die Rothschild-Dynastie

2 Jahrhunderte einer Finanzdynastie
 
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Die englischen Rothschilds

Nathan M. Rothschild (1777-1836)

Nathan , der älteste Sohn von Mayer Amschel Rothschild, gilt bis heute als größtes Finanz- und Geschäftsgenie der Familie und der damaligen Zeit überhaupt.

1796 ging er nach Großbritannien (ab 1806 britischer Staatsbürger) und gründete eine Handelsfirma in Manchester, die auch als Agent für die Frankfurter Rothschilds fungierte. Außerdem konnte er sich durch die Gewährung niedriger Provisionen im Diskontgeschäft etablieren.

Seine große Chance eröffnete sich durch die Kontinentalsperre ab 1806, die zu einer großen Kostensteigerung im Im-/Exportgeschäft führte. Der Handel barg große Risiken, versprach aber auch sehr hohe Profite.

Nathan baute ein großes Schmuggelnetz von Großbritannien aus auf, mit dem er die Waren auf den Kontinent brachte und weitertransportierte.

Er nutzte die Chancen, die sich für einen risikobereiten Unternehmer durch die Blockade boten, meisterhaft. Innerhalb von 5 Jahren stieg er zum wichtigsten Finanzier der britischen Regierung auf. Seine schärfsten Konkurrenten Abraham Goldsmid und Sir Francis Baring starben beide 1810.

Sein Aufstieg vollzog sich in 3 PHASEN :

  • Nathan investierte die 300 000 Pfund (zu der damaligen Zeit eine ungeheure Summe), die ihm der Kurfürst von Hessen-Kassel anvertraute, in britische Staatsanleihen, allerdings auf den Namen Rothschild (wegen der Geheimhaltung), was der Familie großes Prestige und Kredit einbrachte.

    Diese 300 000 Pfund hatte Nathan jedoch zuvor für zahlreiche kurzfristige und sehr erfolgreiche Spekulationen genutzt, insbesondere mit Gold. Grundlage dafür war das große Verbindungsnetz, das er für den Schmuggel geschaffen hatte und das ihn mit exklusiven und schnellen Informationen versorgte. Dabei ging er stets sehr hohe Risiken ein.

  • In äußerst komplizierten Transaktionen schmuggelte er große Mengen Gold beiderseits des Ärmelkanals. Er schmuggelte je nach der Kriegslage und verdiente ein riesiges Vermögen damit. Sein Bruder James ging nach Frankreich, um dort die Transaktionen abzuwickeln.

    Die Gewinne legte Nathan in Staatspapieren an.

    1813 legte Nathan einen Plan zur Finanzierung der britischen Truppen in Spanien vor. Rothschild erhob Wechsel auf die Pariser Banken, die das aus Großbritannien geschmuggelte Gold bewahrten. Diese Papiere wurden zum britischen Feldmarschall Wellington gesandt, der sie dann bei spanischen Banken einlösen konnte. Dadurch war die Finanzierung gesichert und Rothschild verschuf sich beste Kontakte zur englischen Regierung.

  • 1814 sicherten die Rothschilds in einem gigantischen Coup die Versorgung der britischen Truppen im Süden Frankreichs mit französischen Francs (als Sold für die Soldaten) , indem sie in ganz Europa diese Münzen sammelten und den Transport organisierten.

    Großbritannien zahlte 1812 bis 1814 ca.30 Mio Pfund Subsidien an die Länder des Kontinents, wovon Nathan > 50 % abwickelte (seine Provisionen lagen vermutlich bei knapp 1 Mio Pfund). Nathan war außerdem der absolute Meister der Arbitrage (Kursdifferenzen auf den internationalen Finanzmärkten) während der Kriege.

    Durch seinen Informationsdienst erfuhr Nathan in London noch vor dem Premierminister von dem Sieg bei Waterloo und nutzte diese exklusive Nachricht für einen riesigen Spekulationsgewinn.

    Er verkaufte schnell den Großteil seiner Börsenapiere, woraufhin ihm viele Börsenleute folgten, da er als führender Finanzmann galt und er Informationen über eine englische Niederlage zu haben schien. Als der Kurs stark abgesunken war, kaufte er die Papiere wieder auf.

    = 1815 war Nathan eine der reichsten Personen in Großbritannien

    Der Aufstieg in die Spitze von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft


 

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Nathan M. Rothschild